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Rohbau – Umfang, Ablauf & Abnahme

Der Rohbau umfasst die tragende Grundkonstruktion eines Gebäudes: Gründung, Wände, Decken, Treppen und Dachtragwerk. Er endet, sobald das Gebäude standsicher und gegen Witterung geschlossen ist — der Ausbau beginnt erst danach. Diese Phase bestimmt die Geometrie und die Tragfähigkeit des gesamten Bauwerks; nachträgliche Änderungen sind hier ungleich aufwendiger als beim Ausbau. Entsprechend groß ist ihr Anteil an den Baukosten und ihr Einfluss auf den weiteren Terminverlauf.

Wir unterstützen Sie gerne.

Dipl.-Ing. H. Bendl Hoch- und Tiefbau GmbH & Co. KG Sebnitz

Kontakt035971 504-0 E-Mail

Was gehört zum Rohbau?

Die Arbeiten beginnen mit Baugrube und Gründung, also Fundamenten oder Bodenplatte, einschließlich der erforderlichen Abdichtung gegen Bodenfeuchte und drückendes Wasser. Es folgen die tragenden Wände, Stützen und Decken, meist in Mauerwerk oder Stahlbeton, ergänzt um Treppenläufe und Aufzugsschächte. Den Abschluss bildet das Dachtragwerk. Ebenfalls zum Rohbau zählen Aussparungen und Durchbrüche für die spätere Haustechnik — werden sie vergessen, entstehen im Ausbau nachträgliche Kernbohrungen, die Zeit kosten und die Statik berühren können.

Typischer Leistungsumfang

  • Baugrube, Gründung und Abdichtung gegen Feuchtigkeit
  • Tragende Wände, Stützen und Decken
  • Treppenläufe, Aufzugs- und Installationsschächte
  • Dachtragwerk einschließlich der tragenden Anschlüsse
  • Aussparungen und Durchbrüche für die spätere Haustechnik

Wie läuft der Rohbau ab und was bedeutet die Rohbauabnahme?

Gebaut wird geschossweise von unten nach oben: Auf jeder Ebene folgen auf die Wände die Decke und deren Aushärtung, bevor das nächste Geschoss beginnt. Ortbetondecken benötigen Schalzeiten, die sich nicht beliebig verkürzen lassen — hier bringen Fertigteile oder Elementdecken Zeitvorteile. Ist der Rohbau fertiggestellt, erfolgt die Rohbauabnahme. Sie hat zwei Seiten: die behördliche Prüfung, die in einigen Ländern für bestimmte Vorhaben vorgesehen ist, und die vertragliche Abnahme zwischen Bauherr und Unternehmen. Letztere ist rechtlich bedeutsam, weil mit ihr Gewährleistungsfristen beginnen und die Beweislast wechselt.

Worauf bei der Rohbauabnahme zu achten ist

  • Maßhaltigkeit von Wänden, Decken und Öffnungen prüfen
  • Vollständigkeit aller Aussparungen und Durchbrüche kontrollieren
  • Ausführung der Abdichtung dokumentieren, solange sie zugänglich ist
  • Betonoberflächen und sichtbare Bewehrungsanschlüsse begutachten
  • Festgestellte Mängel im Abnahmeprotokoll schriftlich festhalten

Häufige Fragen zum Rohbau

Wie lange dauert der Rohbau?

Bei einem Mehrfamilienhaus liegt die Rohbauzeit meist zwischen drei und sechs Monaten. Entscheidend sind Geschosszahl, Konstruktionsart und die Witterung.

Was bedeutet besenrein beim Rohbau?

Der Begriff beschreibt die Übergabe eines von Bauschutt und losem Material befreiten Rohbaus. Eine feinere Reinigung ist damit nicht geschuldet.

Kann im Winter am Rohbau gearbeitet werden?

Ja, mit Einschränkungen. Betonarbeiten erfordern bei Frost besondere Maßnahmen wie beheizte Zuschläge oder Abdeckungen, Mauerwerksarbeiten sind bei anhaltendem Frost nur bedingt möglich.

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